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Fahne Schweiz CH gedruckt | 200 x 200 cm
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Heraldik die Geschichte der Fahne

Die alten Völker und Königreiche kennzeichneten ihre Zugehörigkeit mit Stangen, auf denen sie Symbole befestigten. Wir kennen eine 5000 Jahre alte persische Metallstandarte mit Inschriften oder diverse ĂŒber 5000 Jahre alte Ă€gyptische Provinzstandarten. Primitive Reitervölker befestigten RossschwĂ€nze an Lanzen, andere Völker mögen Federn oder andere Symbole verwendet haben. Diese sogenannten Vexilloide waren keine Flaggen, beweisen aber die enorme militĂ€rische, dann aber auch religiöse und letztlich gesellschaftliche Bedeutung von beweglichen und weit sichtbaren Symbolen.

Entstehung von Fahnen und Flaggen

Fahnen im eigentlichen Sinne sind Symbole, die aus frei wehenden farbigen Stoffen bestehen. Solche Fahnen waren bereits im alten China verbreitet und auch die römischen Legionen - vor ĂŒber 2000 Jahren - fĂŒhrten eine Standarte, an dessen Querstange ein purpurnes Tuch mit der goldenen Legionsziffer befestigt war. Diese römischen MilitĂ€rstandarten heissen Vexillum und stellen die Urform der heutigen Flaggen dar [siehe Bild]. Der Fachausdruck Vexillologie leitet sich von diesen Standarten der römischen Legionen ab und bezeichnet die Fahnen- und Flaggenkunde, eine Hilfswissenschaft der Geschichte.

 

Verankerung der Fahnen in der Bevölkerung

Fahnen waren bis in die Neuzeit keine NationalitĂ€tszeichen, sondern bezeichneten anfĂ€nglich nur die militĂ€rische Einheit oder den FĂŒrsten und seinen Machtbereich. Sie wurden aber von den Menschen, die darunter kĂ€mpften, religiös verehrt. Das Vexillum, wie auch schon frĂŒher die Vexilloide, waren zugleich militĂ€rische und religiöse Zeichen, die Herrscher der Antike hatten oftmals den Status eines Gottes. Diese religiöse Symbolik schwingt bis heute in den modernen Fahnen mit, so werden z. B. militĂ€rische Fahnen von der Kirche feierlich gesegnet, oder aber man denke an die Inbrunst wie Schlachtenbummler ihre Klubfahne anhimmeln.
Der Papst belehnte als Stellvertreter Christi die Kaiser jeweils mit einer Fahne, als Ă€usserliches Zeichen ihrer von Gott gesegneten Macht [BILD 2]. Mit dem Erstarken der weltlichen Macht waren es im Laufe der Zeit die Kaiser selbst, die ihre Vasallen mit Fahnen belehnten, es entstanden so die Fahnen von FĂŒrsten, StĂ€dten, Landschaften.


Mit der AufklĂ€rung und dem Erstarken des BĂŒrgertums kamen Freiheitsgedanken auf, die den Weg zur Entstehung von Nationalstaaten ebneten. Erst jetzt, also seit dem Ende des 18. Jahrhunderts, wurden die Fahnen auch SymboltrĂ€ger fĂŒr die breiten Massen, deren verschiedene Gruppen (z. B. LĂ€nder) nun ihre gemeinsamen Ideale in ein farbiges Tuch projizieren konnten. Dadurch erhielt dieses hehre Tuch, eben die Nationalflagge, wiederum einen praktisch religiösen Status. In der heutigen Zeit, nach vielen Kriegen zwischen den Völkern, hat sich der religiöse Symbolgehalt der Fahnen etwas abgeklĂ€rt.
Die Kirchen haben bis heute die direkt vom Vexillum abstammende, meist einfarbige Fahne mit Heiligenbildern, die an einer Querstange hÀngt, beibehalten.

Ursprung von Wappen

Obwohl in Europa schon vor den KreuzzĂŒgen vereinzelt militĂ€rische Banner in Gebrauch gewesen waren, so etwa bei den Normannen, verbreitete sich erst zur Zeit der KreuzzĂŒge im frĂŒhen 12. Jahrhundert die militĂ€rische Notwendigkeit, die IdentitĂ€t des einzelnen Kriegers sichtlich zu machen: Im SchlachtgetĂŒmmel beim Kampf Mann gegen Mann behinderten die RĂŒstungen und Helme das Erkennen von Freund und Feind. So wurden auf die Schilde farbige Zeichen gemalt, daraus entwickelten sich dann schnell die Wappen. An den Lanzen befestigte man Stoffe mit demselben Bild wie auf dem Schild, auch Waffenröcke und Decken wurden mit dem Wappenbild versehen [BILD 3]. Ein in die Höhe gehaltenes, bewegliches Symbol, schon von weitem sichtbar, erregte Aufmerksamkeit beim Freund und Furcht beim Feind, und so entstanden die ersten Fahnen im frĂŒhen 12. Jahrhundert.

Die Fahne im Staatswesen

Etliche Stadtstaaten oder freie Gemeinschaften fĂŒhrten anfĂ€nglich keine Wappen, denn diese waren zuerst dem Adel vorbehalten. Hingegen besassen viele dieser Staaten schon frĂŒh ab dem 12. Jahrhundert Fahnen. So entstand in ZĂŒrich zuerst die noch heute bekannte Stadtfahne, erst nachher legte sich die Stadt das Wappen zu. Die Ă€lteste bekannte ZĂŒrcher Fahne trĂ€gt die Jahreszahl 1437, sicher aber waren blau-weisse Fahnen schon frĂŒher in Gebrauch. Das gilt auch fĂŒr die Stadt Luzern, dessen Fahne auf die Mitte des 13. Jahrhunderts zurĂŒckgeht, oder fĂŒr den Kanton Schwyz, der spĂ€testens ab Ende des 13. Jahrhunderts eine einfache rote Fahne fĂŒhrte.

Aufkommen von Fahnenmotiven

Die Ă€lteste noch vorhandene Schwyzer Fahne, ganz einfach rot ohne irgendwelche Beizeichen, wurde in der Schlacht bei Morgarten 1315 getragen! Etwas spĂ€ter, spĂ€testens aber im letzten Drittel des 15. Jahrhunderts, wurde auf diese rote Fahne an der oberen Stangenseite ein kleines religiöses Bild angebracht. Solche Zeichen nennt man auch Eckquartier oder Zwickelbild. Das Ă€lteste noch erhaltene Schwyzer Eckquartier besteht aus einem bemalten LederstĂŒck, welches auf eine rote Fahne genĂ€ht ist, die nachweislich wĂ€hrend der Burgunderkriege 1474-1477 getragen worden war. Dieses Eckquartier zeigt den gekreuzigten Jesus mit den Marterwerkzeugen, ein Motiv, das Arma Christi genannt wird. Die Schweizer Bilderchroniken des 15. Jahrhunderts zeigen manchmal eine skizzenhafte Form dieses Eckquartiers mit einem einfachen Kreuz und zwei kleinen Strichen, ein Motiv, welches auch als Heilig Rych bezeichnet wird, aber eigentlich denselben Ursprung hat.

[Bild 4] zeigt eine diesen alten Schwyzer Fahnen in vereinfachter Form nachempfundene Kreation. Eine Standesscheibe aus dem Jahre 1501 zeigt das rote Schwyzer Banner mit schwarzem Eckquartier und goldenem Kreuz mit Marterwerkzeugen. Im Jahre 1512 schenkte der Papst Julius II. aus Dankbarkeit fĂŒr ihre militĂ€rische Hilfe den Eidgenossen und ihren VerbĂŒndeten kostbare Fahnen, die sogenannten Juliusbanner: Dasjenige des Standes Schwyz ist noch erhalten, und hat ein schwarzes Eckquartier mit dem Gekreuzigten und den Marterwerkzeugen sowie den pĂ€pstlichen SchlĂŒsseln in Gold. Als Grundlage zur Gestaltung der alten Schwyzer Fahne hat man sich an das Farbmuster der Standesscheibe und dasjenige dieses berĂŒhmten Banners gehalten [Bild5].

Im Verlauf des 17. Jahrhunderts fĂŒgte man ein durchgehendes weisses Kreuz in die roten Fahnen mit Eckquartieren, im 18. Jahrhundert wurden diese dann durch rot und weiss geflammte Fahnen mit durchgehendem Kreuz abgelöst und erstmals im Jahre 1792 findet sich auf einer roten Schwyzer MilitĂ€rfahne ein weisses Kreuzchen in der Oberecke. Im Jahre 1815 wurde auch das rote Wappen des Kantons Schwyz mit einem kleinen weissen Kreuzchen in seiner linken Oberecke versehen. Der Kanton Schwyz gab unserem Land seinen Namen, auch die rote Farbe seiner Fahne beeinflusste unsere Landesfahne, das Kreuz in unserer Nationalfahne aber stammt nicht vom Kanton Schwyz

Ursprung des Wortes Fahne

Zu Lande entwickelten sich die Fahnen als militĂ€rische und persönliche IdentitĂ€tssymbole weiter. Sie waren meistens gut behĂŒtete und kostbare EinzelstĂŒcke aus teurem Seidenstoff, kunstreich gemalt oder bestickt und reich verziert. AnfĂ€nglich verwendete man solche Fahnen auch auf Schiffen, mit der Zeit aber begannen die am Meer gelegenen StĂ€dte und Staaten als nationale Identifikationszeichen ihrer Schiffe in Serie produzierte Flaggen zu verwenden, also aneinander genĂ€hte Stoffbahnen oder bemalte Stoffe, die mittels einer Leine an Masten gehisst werden konnten und somit auch beliebig ersetzt werden konnten [BILD 6].
Somit sind auch die Begriffe definiert: Das Wort Fahne bezeichnet ein an einer Stange, meist mit NĂ€geln befestigtes und meist kostbares EinzelstĂŒck Stoff - das Wort Flagge hingegen steht fĂŒr ein in beliebiger Menge hergestelltes, ersetzbares und meist an einer Leine frei wehendes StĂŒck Stoff.

 

Schweizerische Besonderheiten im Sprachgebrauch

In der deutschen Schweiz hat sich entsprechend der fehlenden maritimen Tradition das Wort Flagge nie eingebĂŒrgert. In der Mundartsprache bezeichnen wir auch die frei an Masten wehenden Flaggen als Fahnen. Andererseits aber sprechen wir von einer Beflaggung. In unserer Mundart verwenden wir das Wort Fahne nicht nur fĂŒr EinzelstĂŒcke (wie etwa Vereinsfahnen) sondern auch fĂŒr die eidgenössischen und kantonalen Flaggen, fĂŒr Gemeinde- oder Werbeflaggen, nicht aber fĂŒr die rechteckige Schweizer Flagge zur See. Segelklubs benĂŒtzen meist eine dreieckige Flaggenform [Bild 7], die dann - auch in der Schweiz - Stander genannt wird.

Funktion und Form der Fahnen

Die ungeheure Signalwirkung wehender Stoffe und ihre gute Erkennungsmöglichkeit auf Distanz förderte das Fahnen- und Flaggenwesen ungemein. Es entwickelten sich rasch verschiedene Flaggentypen wie z. B. Stander oder zweizipfelige Flaggen (in der Fachsprache Doppelstander genannt). Die Flaggen erhielten auch verschiedene Funktionen: Signalflaggen, Handelsflaggen, Dienstflaggen, Rangflaggen. Die militÀrischen Einheiten kennzeichneten sich durch verschiedene Fahnen, ebenso Personen, Staaten, Landschaften. Es entwickelten sich nationale Muster.

Geflammte Fahnen

So etwa kennzeichnen quadratische Fahnen mit durchgehendem weissen Kreuz und farbig geflammten Feldern die schweizerischen MilitĂ€rfahnen des 17. und 18. Jahrhunderts. Die rote Fahne mit dem durchgehenden weissen Kreuz und schwarzen Flammen entspricht der im 18. Jahrhundert verwendeten MilitĂ€rfahne des Kantons Bern. Bereits 1502 fĂŒhrte Bern eine Kriegsfahne mit weissem Kreuz und einer oberen roten und einer unteren schwarzen HĂ€lfte ein. Im Jahre 1703 wurden dann die geflammten Fahnen fĂŒr die Berner Armee Ordonnanz. Bei der angefertigten Replika solcher Berner MilitĂ€rfahnen [BILD 8] reichen die schwarzen Flammen aber nicht wie im Original bis an das weisse Kreuz heran. Langsam verschwanden die geflammten MilitĂ€rfahnen in der Schweiz mit dem Aufkommen der Bundesfahne ab 1833, bis zuletzt im Jahre 1865 auch die alten Fahnen der Landwehr, die oftmals noch ein Flammenmuster hatten, durch die rote Fahne mit dem Schweizerkreuz ersetzt wurden.

Vorgeschichte der Schweizer Fahne

Erst gegen Ende des 18. und im frĂŒhen 19. Jahrhundert entstanden die Nationalflaggen im heutigen Sinne, als nĂ€mlich durch die französische Revolution die bĂŒrgerlichen Freiheiten und damit auch der Staat und seine Symbole zum Allgemeingut wurden. In Anlehnung an die maritimen Flaggen wurden diese Nationalflaggen nun einfacher, leichter zu erkennen und auch billiger herzustellen - sie bestanden meist aus farbigen Stoffbahnen. Als Vorbild diente die französische Trikolore, welche in ganz Europa, ja auch in SĂŒdamerika, viele Nationalflaggen beeinflusste.

Im Januar und Februar 1798 brachen unter dem Einfluss der französischen Revolution in mehreren Landesteilen der damaligen Eidgenossenschaft AufstĂ€nde aus, die Waadt machte sich am 24. Januar 1798 von Bern unabhĂ€ngig und Anfangs MĂ€rz hatten französische Truppen die alte Eidgenossenschaft ĂŒberrannt. Am 19. MĂ€rz wurde unter dem Druck der Fremdherrschaft die einheitliche Helvetische Republik ausgerufen, und am 14. April fĂŒhrten die helvetischen RĂ€te eine dreifarbige Kokarde ein, nĂ€mlich grĂŒn, rot und strohgelb. Am 13. Februar 1799 dann wurde eine neue Fahne eingefĂŒhrt: Diese war natĂŒrlich eine Trikolore, im waagrechten Streifenmuster GrĂŒn, Rot, Gelb [BILD 9]. Diese Fahne darf als die erste schweizerische Nationalflagge ĂŒberhaupt bezeichnet werden, auch wenn sie von der Mehrheit der Bevölkerung nicht geliebt wurde und schon Anfang 1803 wieder verschwand. In unseren Museen befinden sich noch einige MilitĂ€rfahnen der Helvetischen Republik, mit goldenen Inschriften auf dem roten Streifen (z.B. Helvetische Republik oder RĂ©publique HelvĂ©tique auf der Vorderseite und LibertĂ©, UnitĂ©, EgalitĂ© auf der RĂŒckseite).

Geburt der heutigen Schweizerfahne

Die Eidgenossenschaft entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zu einem starken Gemeinwesen, das 1848 in der Bundesverfassung gipfelte. Die Tagsatzung hatte bereits im Jahre 1815 ein Staatssiegel angenommen, welches ein frei schwebendes Kreuz zeigte. Diese Siegel war der eidgenössischen Medaille aus dem Jahre 1547, dem sogenannten Patenpfennig, nachempfunden, worauf ebenfalls das frei schwebende Kreuz geprÀgt war.
Das weisse Kreuz auf rotem Grund, ursprĂŒnglich frei schwebend, spĂ€ter oft auch durchgehend, war seit Jahrhunderten ein gemeinsames eidgenössisches Symbol gewesen. Bereits in der Schlacht bei Laupen, im Jahre 1339, hatten sich die Eidgenossen im Kampf gegen den Herzog von Savoyen als gemeinsames Erkennungszeichen weisse Kreuze aus Leinen an die Waffenröcke geheftet. Von da an und bis ins 16. Jahrhundert hinein benutzten die Eidgenossen bei ihren KriegszĂŒgen auf Waffen, Waffenröcken und oft auch auf ihren kantonalen Fahnen ein kleines weisses Kreuz. Dieses wurde gemeinhin als typisch schweizerisches Symbol anerkannt. Die berĂŒhmte Stumpf‘sche Chronik von 1548 zeigt im Gebiet der Eidgenossenschaft, das als Helvetii gekennzeichnet ist, eine rote Fahne mit durchgehendem weissen Kreuz.
Das Kreuz war als christliches Symbol den alten Eidgenossen heilig, auch wurden die in der damaligen Schweiz verehrten Heiligen Ursus und Viktor oft zusammen mit einer roten Fahne mit weissem Kreuz abgebildet. In der Bedeutung als Zeichen des vor Gott geschworenen Zusammenhalts auf den alten Kriegsfahnen der Eidgenossen liegt also der Ursprung unseres Schweizerkreuzes.

Von der MilitÀrfahne zur Volksfahne

Seit Ende der napoleonischen Kriege hatte das MilitĂ€r das weisse Kreuz auf rotem Grund gefördert, allerdings mit dem aus dem Staatssiegel stammenden frei schwebenden Kreuz. Bereits 1815 war die rote Armbinde mit weissem Kreuz fĂŒr alle MilitĂ€rpersonen eingefĂŒhrt worden. Progressive, nationale Kreise der Bevölkerung, vor allem in den Turn-, Gesangs- und SchĂŒtzenvereinen, erhoben das frei schwebende weisse Kreuz auf rotem Grund zu ihrem Banner.

Die Schweizerfahne heute

Als erster Kanton fĂŒhrte der Aargau 1833 fĂŒr seine Truppen die rote Fahne mit weissem, frei schwebendem Kreuz ein, und am 21. Juli 1840 beschloss die Tagsatzung, diese Fahne fĂŒr alle Infanterie-Bataillone einzufĂŒhren. Die Modellzeichnung von 1841 zeigt ein aus 5 Quadraten bestehendes, plump wirkendes Kreuz. Die schweizerische Bundesverfassung von 1848 nennt zwar keine Nationalflagge, aber sie schreibt fĂŒr alle Truppenteile im eidgenössischen Dienst die eidgenössische Fahne vor [BILD 10].

 

 

Das unschöne Kreuz, welches zudem nicht dem schlanken Kreuz im Bundessiegel entsprach, wurde zunehmend abgelehnt, und so wurde am 12. Dezember 1889 das Kreuz insofern geÀndert, als dass dessen unter sich gleiche Arme je einen Sechstel lÀnger als breit sind [BILD 11]. In dieser Form weht unsere Nationalflagge, die Schweizerfahne, noch heute.

 

 

 

Fahne als IdentitÀtssymbol

Heute gibt es fast 200 Nationalflaggen und unzÀhlige untergeordnete Flaggen von Kantonen, Teilstaaten, Provinzen, Regionen, Gemeinden. Fahnen und Flaggen kennzeichnen aber lÀngst nicht mehr nur staatliche Gebilde und Institutionen - auch in der Wirtschaft, im Sport, in der Werbung, oder im Privatgebrauch jedes Einzelnen sind sie ein alltÀgliches Symbol. Und obwohl sie eigentlich nur billiger farbiger Stoff ist, so liegt ihre enorme Bedeutung in ihrer Funktion als kollektives IdentitÀtssymbol, der Mensch identifiziert sich mit der Fahne. Deshalb sollen Fahnen und Flaggen auch entsprechend geachtet werden.

WeiterfĂŒhrende Literatur

  • Wappen, Siegel und Verfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Kantone", herausgegeben von der Schweizerischen Bundeskanzlei, Bern, 1948.
  • "Wappen und Fahnen der Schweiz", Louis MĂŒhlemann, BĂŒhler-Verlag AG, Lengnau, o. J., (offizieller Wappen- und Fahnen-Bildband zur 700-Jahrfeier der Eidgenossenschaft).
  • "Fahnen und ihre Symbole", Peter M. MĂ€der und GĂŒnter Mattern, Schweizerisches Landesmuseum, Bildband 4, ZĂŒrich, 1993. ISBN 3-908025-24-9.
  • "Schweizer Wappen und Fahnen", Schriftenreihe, Band 1-5, Stiftung Schweizer Wappen und Fahnen, Zug/Luzern, ab 1987.
  • "Vexilla Helvetica", Jahrbuch der Schweizerischen Gesellschaft fĂŒr Fahnen- und Flaggenkunde, Zollikofen, ab 1968.
  • „Fahnen, Flags, Drapeaux“, proceedings of the 15th international congress of vexillology, herausgegeben von Emil Dreyer und Harald MĂŒller, Schweizerische Gesellschaft fĂŒr Fahnen- und Flaggenkunde, Zollikofen, 1999.
  • "Schweizer Fahnenbuch", A. und B. Bruckner, Verlag Zollikofer & Co., St. Gallen, 1942.
  • "Fahnen und Farben der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Kantone", Robert Mader, Verlag Zollikofer & Co., St. Gallen, 1942.
  • "Die Banner der Heimat", E. A. Gessler, FraumĂŒnster-Verlag A.G., ZĂŒrich, 1942.
  • „Drapeaux flammĂ©s des RĂ©giments suisses au Sercice de France / Geflammte Fahnen der Schweizerregimenter in französischen Diensten“, Michel Rochat, Delachaux & NiestlĂ© SA, Lausanne, 1994, ISBN 2-603-00939-7.
  •  

Allgemeine FlaggenbĂŒcher:

  • „Flaggen EnzyklopĂ€die“, Alfred Znamierowski, Verlag Delius, Klasing & Co., Bielefeld, 2001, ISBN 3-7688-1251-0.
  • "Nationalflaggen der Welt", Edition Maritim GmbH, ein Dorling-Kindersley-Buch, Hamburg, 2000, ISBN 3-89225-402-8.
  • "Fahnen und Flaggen", William Crampton, Sehen-Staunen-Wissen, Gerstenberg Verlag, Hildesheim, 1990, ISBN 3-8067-4411-4.
  • "Die Zeichen der Menschen und Völker - unsere Welt in Fahnen und Flaggen", Whitney Smith, Reich Verlag, Luzern, 1975, ISBN 3-7243-0115-4.


 

Bildnachweis:

  • Bild 1: Relief auf dem Hadrians-Tempel in Rom.
  • Bild 2: Alfonso Ciacconio, Kopie der rechten Stirnseite des Tricliniummosaiks im Lateran mit der Darstellung der Investitur Papst Leos III. und Karls des Grossen durch Petrus. Rom, nach 1595. Vatikanische Bibliothek. Aus: „Krönungen, Könige in Aachen“, Katalog der Ausstellung in 2 BĂ€nden, herausgegeben von Mario Kremp, Verlag Phillip von Zabern, Mainz, 2000 (Seite 181, Band 1). ISBN 3-8053-2617-3.
  • Bild 3: Ritter Hartmann von Aue, Manessische Liederhandschrift, um 1300. Aus: „Codex Manesse, Die Miniaturen der Grossen Heidelberger Liederhandschrift“, herausgegeben und erlĂ€utert von Ingo F. Walther, Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1988.
  • Bild 4: Quelle suitexÂź-Herstellung
  • Bild 5: Quelle suitexÂź-Herstellung
  • Bild 6: „Das Kriegsschiff San Eugenio im Flaggenschmuck, mit Flagge eines Generalleutnants“. Aquarell von Aleja Berlinguero de la Marca y Gallego (1750-1810), Marinemuseum, Madrid.
  • Bild 7: Stander des Cruising Club der Schweiz.
  • Bild 8: Quelle suitexÂź-Herstellung
  • Bild 9: Quelle suitexÂź-Herstellung
  • Bild 10: Quelle suitexÂź-Herstellung
  • Bild 11: Quelle suitexÂź-Herstellung

 

Text von:
Emil Dreyer, Schweizerische Gesellschaft fĂŒr Fahnen- und Flaggenkunde, 3052 Zollikofen

Publiziert auf:

www.suitex.ch

Zur Veröffentlichung genehmigt von:

www.suitex.ch